Britta Tewes on the phone

Hallo Britta! Wo treffe ich Dich gerade an?

Britta: In meinem Büro. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und der Kaffee wird immer zu schnell kalt.

Stell Dich doch mal kurz vor.

Britta: Okay. Ich heiße seit 35 Jahren Britta Tewes, lebe in Wuppertal und arbeite als selbständige Designerin im Bereich Kommunikation (Print). 

Was machst Du beruflich?

Britta: Wie oben schon erwähnt Kommunikation im Bereich Print. Das kommt daher, dass ich in der 5. Klasse schon Grafik Designerin werden wollte (nach Kindergärtnerin, Modedesignerin und Innenarchitektin) und 1994 meine Ausbildung zur Schriftsetzerin machte. Bis 2005 hab ich dann an der "KISD" mein Diplom in Design gemacht und während all dieser Jahre immer wieder beruflich-praktische Erfahrungen gesammelt. 

Wo liegen deine Schwerpunkte im Job?

Britta: Eindeutig im Print-Bereich. Fit bin ich im Editorial / Magazinerstellung, alles, was viele Seiten hat... Ich habe in einigen Verlagen gearbeitet und hatte immer schon Spaß an der Kombination aus Redaktion und Grafik. Deshalb gebe ich sicher auch 4x im Jahr das Magazin "Belleview" mit einem Partner in und für Grevenbroich heraus.

Außerdem habe ich "Bestattungsdesign" kreiert, wo es darum geht speziell der Bestattungsbranche (vor allem eben den Bestattern) das Thema Kommunikation ans Herz zu legen. Ich habe diese Branche drei Monate lang für mein theoretisches Nebenthema "Sarg Design" studiert. Faszinierend!

Generell mache ich natürlich alles, was mit Kommunikation zu tun hat. Was ich regelmäßig konzipiere sind Corporate Designs, also wenn jemand ein neues Logo braucht oder ein Redesign, eine Imagebroschüre, Aktionsplakate oder Anzeigenkampagnen.

Dein Job ist vielleicht ein Traumjob?

Britta: Ich würde das schon mit "ja" beantworten, da ich schon so lange diesem Berufswunsch nachgegangen bin. Allerdings hat alles seine Vor- und Nachteile. Es gibt, und das kann Dir jeder Designer bestätigen, ständig diese Hochs und Tiefs. Die machen Dich irgendwann kirre... Die kreativen Prozesse durchläuft man immer und immer wieder, und jedes Mal, wenn es mal nicht so fluppt und man einen Durchhänger hat, zweilfelt man sofort an ALLEM! Frag mal die Designer!
Der Vorteil ist natürlich, dass wiederum Deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Du willst ein Eiscafé eröffnen? Einen Stuhl designen? Eine Website gestalten? Everything is possible. Deshalb bin auch ich ständig auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten der Entfaltung :-)

Gibt es Unterschiede vom Print zum Screendesign?

Britta: Naja, zu allererst die Datenmenge. Welche Brocken ich hier manchmal durch die Gegend schiebe, puh. Im Web ist vieles möglich, im Print musst Du immer darauf achten, ob und wie es produzierbar ist. Dann kommt dazu welche Kosten der Druck oder die Produktion verursachen. Das muss meist im Vorfeld geklärt sein. Ich kann ein tolles Layout anfertigen und es würde nachher im Druck veredelt durch Prägen, Stanzen, Lackieren etc. - aber wenn der Kunde nur Geld für einen Standarddruck ausgeben möchte, dann kannst Du all das schon von vornherein verwerfen...

Wie kommt ein Auftrag für Dich zu stande?

Britta: Meist durch Beziehungen. Eigentlich fast nur auf Empfehlung.

Investierst Du viel in deine eigene Werbung oder lebst Du von Mundpropaganda?

Britta: Nein, denn Du musst Dir andere Wege suchen Kunden zu akquirieren.  

Was machst Du sonst so?

Britta: Ich steh auf Vintage, Retro-Zeug und alles, was mit den 1920er bis 1960er Jahren zu tun hat. Außerdem reise ich gerne in die USA und meine Lieblingsstadt, neben Köln, ist Las Vegas. Ich tanze gerne, wenn auch zu selten, Lindy Hop. Im Moment versuche ich mich im Nähen. Fotografieren macht Spaß, aber das nur als Laie. Siebdruck will ich demnächst mal wieder machen, das ist schon lange her, dass ich damit mal zu tun hatte. Ich fahre gerne Motorrad und bald wieder meine 200er Vespa Bj. 85. In Florida bin ich letztes Jahr auch Motorboot gefahren und vorletztes Jahr in einem 80 Jahre alten Doppeldecker im Looping geflogen - alles, was fährt oder fliegt finde ich super! :-)